
Designer und Art Director Michael König im Gespräch
Die große Koch- und Wellness-Bewegung hat dem Interior- und Accessoires-Segment in Küche und Bad in den letzten Jahren einen grandiosen Aufschwung beschert. Etwas ganz Ähnliches passiert momentan im Outdoorbereich. Denn alle Welt scheint den ganzjährigen Aufenthalt unter freiem Himmel entdeckt zu haben – ob zu Hause oder gerade auch in öffentlichen Bereichen. „Der Outdoor-Markt ist einer der wenigen Märkte, die momentan noch enorme Wachstumschancen bieten“, erklärt Michael Koenig. Der Designer und Art Director von Flora muss es wissen. „Vor allem im Contract-Bereich passiert viel und der Objekt-Markt ist bei Herstellern begehrt. Denn anders als im Handel, geht es hier natürlich um ganz andere Stückzahlen. Da ist noch viel Luft nach oben.“ Der Grund: In der Gastronomie und Hotellerie nehmen Outdoor-Flächen eine immer exponiertere Stellung ein. So werden kaum noch neue Hotels gebaut, die nicht einen lauschigen Innenhof oder eine Dachterrasse aufweisen, welche natürlich eingerichtet werden müssen. Doch welche Anforderungen sollen Produkte erfüllen, um im Objektbereich wirklich erfolgreich zu sein? Zunächst geht es um Materialien, die den speziellen Belastungen, denen die Produkte durch Wind und Wetter dauerhaft ausgesetzt sind, auch tatsächlich standhalten können. Koenig: „Bewährt haben sich u. a. pulverbeschichtetes Stahlblech oder pulverbeschichtetes Aluminium sowie Polypropylene, aber auch Corian kommt immer häufiger zum Einsatz.

„Bei der Produkt-Entwicklung geht der Trend verstärkt zu flexiblen, aufeinander abgestimmten Produkten, die nicht nur eine Funktion erfüllen, wie beispielsweise der Pflanzkübel, sondern verschiedene Funktionen sinnvoll miteinander verbinden.“ So auch das neue System ‘Wing’ von Flora (Entwurf: Michael Koenig, Foto). Ein intelligentes Raumgliederungssystem, das gleich drei unterschiedlche Funktionen übernimmt: Es lässt sich bepflanzen, beleuchten und eignet sich zudem noch zum individuellen Strukturieren von Innenhöfen, Gärten und Lounge-Bereichen im Freien. Verschieden hohe Module sorgen dabei für größtmögliche Flexibilität. So lassen sich problemlos Inseln schaffen, die sich immer wieder variieren oder veränderten Ansprüchen anpassen lassen. Ein durchdachtes Konzept, das durch seine Komplexität Architekten und Landschaftsplaner die Planung des Outdoorbereichs erleichtert.
